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Nach dem nun ein paar Videos abgedreht, und der kleine neue HD Camcorder von Canon seine praxistauglichkeit kurz beweisen durfte, gibt es jetzt eine kleine Zusammenfassung zu dem was mir in den weingen Stunden Benutzung aufgefallen ist.

Handhabbarkeit
Zur Aufnahme selber gibt es nicht viel zu sagen. Das Geraet ist fuer einen videocamcorderkennenden Mensche wie mich mehr oder weniger intuitiv zu bedienen. Die ersten Einstellung die ich vorgenommen habe war, den Aufnahmemodus von 50 Halbbilder (50i) auf 25 Vollbilder (25p) zu stellen.

Insgesamt ist es ein sehr kompaktes und leichtes Geraet. Die Aufnahme, Zoom und Fototasten sind leicht zu erreichen, das Display ist recht gross, dafuer gibt’s aber keinen Sucher. Diese Krankheit scheint wohl von den kompakten Fotokameras vererbt worden zu sein.

Technikschnickschnack
Gespeichert werden die Videos mit einer Aufloesung von 1920×1080 auf SD oder SDHC Speicherkarten . Sonstige Austattungsmerkmale die mir aufgefallen sind: Es gibt Anschluesse fuer USB, HDMI, Composite- und Component-Video. Sogar eine kleine Buchse (Miniklinke) fuer ein externes Mikro ist eingebaut. Am besten gefaellt mir die kleine Videolampe, die an der Front angebracht ist und bei Bedarf zugeschaltet werden kann.

Nach der Aufnahme ist vor dem Import
Natuerlich will der geneigte Macuser die Videodaten auf seinem Apfelhobel weiterbearbeiten, jedoch zeigte sich die aller erste Dateiuebertragung schon als Stolperstein. Naiv wie ich bin, habe ich die beschriebene SDHC Karte aus dem Camcorder genommen und mittels PC-Card Kartenleser in mein MacBook Pro gestopft. Ein zugehoeriges Laufwerk aktiviert sich artig auf dem Desktop. Jedoch findet sich dort nicht schlicht in ein oder zwei Ordnern verwendbare Videodateien, nein, eine komplexe Ordnerstruktur wurde mit auf dem Bildschirm angezeigt.

Nach etwas stoebern fand sich eine .MTS Datei, die vom Finder als “MPEG Program Stream” deklariert wurde. Auch passte die Dateigroesse zu einer Videodatei. Also per Drag & Drop rein ins Final Cut. ”Moep! Mag ich nicht!”, meldete das Programm zurueck. Wenn Final Cut nicht will, dann wird QuickTime auch nicht wollen mein erstes Fazit. Auch MPEG Streamclip mag die Datei nicht, obwohl das “schweizer Taschenmesser fuer MPEG und mehr” bei anderen Videos kaum zicken macht.

Voellig verbloedet drueckte ich im Final Cut das Shortcut “Apfel+8″ um einen Dialog zum Importieren von Videos aufzurufen. Dort war natuerlich auch nichts auffindbar was im entferntesten mit den Daten was anfangen konnte. Klar, es sollte wenigstens die Kamera direkt angeschlossen sein. Gesagt getan: SDHC Card ausgeworfen, zurueck in die Kamera und per USB angeschlossen. Nichts passierte im Final Cut.

Deprimiert startete ich aus versehen iMovie ‘08 und mir blieb der Mund offen stehen. Das Programm meldete “neue Kamera gefunden” und zeigte mir ein Importfenster von dessen Existenz bis dato noch nicht einmal wusste. Innerlich freundete ich mich schon mit dem unerfreulichen Gedanken an, dieses Programm doch noch naeher kennenlernen zu muessen.

Der Import nach iMovie stellte sich dann als problemlos dar und mit einem kontrollierten Klick (auch Rechtsklick genannt) auf das importierte Material konnte ich die Videodatei im Finder, eigekleidet in einem freundlichen QuickTime Container anzeigen lassen. Ein Gefuehl von Freude machte sich breit. Die Welt muss mir gehoeren! So geht’s.

Es ist natuerlich ueberfluessig zu Erwaehnen, dass das einschlaegige Studium des mitgelieferten Handbuchs keinerlei Hinweise auf die eroertete Vorgehensweise liefern konnte. Und natuerlich ist es auch fluessiger als fluessig den Herstellern nachezulegen, vielleicht eine klitzekleine .component Datei als “Beschreibung” fuer QuickTime beizupacken, damit man sich nicht den Hals verrenken muss um die Dateien abspielbar zu machen.

Consumerprodukt bleibt eben Consumerprodukt: Zum Beispiel muss zwingend das Netzteil an den Camcorder angeschlossen werden, bevor dieser sich mit dem PC/Mac verbinden laesst. Sehr brauchbar “On Location”, wenn man mal von Unterwegs was Ad-Hok produzieren will und einem die Steckdosen nicht hinterhergetragen werden.

Insgesamt hat der erste Tag dennoch Spass mit dem “kleinen” gemacht. Wenn ihr Glueck habt, gibt’s morgen schon die naechste Kostprobe in der iSs Folge #238.

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Der Alexx hat mich ueber Twitter ganz kirre gemacht. Ich solle doch mal die neue Canon HD Cam austesten. Jetzt bin ich gleich mal uneigennuetzig und mach gleich mal ein Intermezzo draus.


Intermezzo: HD Test fuer iFranz from Simon Eisele on Vimeo.

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